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KAPITELWAHL

INTERCEPTOR (USA 1986)

von Hasko Baumann

Original Titel. THE WRAITH
Laufzeit in Minuten. 88

Regie. MIKE MARVIN
Drehbuch. MIKE MARVIN
Musik. MICHAEL HOENIG . J.PETER ROBINSON
Kamera. REED SMOOT
Schnitt. SCOTT CONRAD . GARY ROCKLEN
Darsteller. CHARLIE SHEEN . NICK CASSAVETES . SHERILYN FENN . RANDY QUAID u.a.

Review Datum. 2006-03-01
Erscheinungsdatum. 2005-11-09
Vertrieb. SUNFILM

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DTS/DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Ach, der Anfang ist so schön: Über nächtliche Landschaften, schattige Kakteen und einsame Highways sausen allerliebste Kugelblitze, bis sie sich auf der Straße treffen und einen schwarzen Sportwagen entstehen lassen wie einst den nackten Arnie, und der Fahrer steht davor in schwarzer Montur mit blickdichtem Helm, es ist THE WRAITH, der Geist, der stets verneint!

Der Racheengel im farbenfrohen Superauto ist gekommen, um seinen eigenen Tod zu rächen, herbeigeführt kurz nach dem Beischlaf mit der falschen Frau, nämlich der Angebeteten des Dorfrowdys (schön albern: Nick Cassavetes). Ohne schwarze Kluft sieht der Vergelter aus wie ein blutjunger Charlie Sheen, der sich erneut an die Ex ranmacht (verkörpert von der ebenfalls noch sehr frischen Sherilyn Fenn, die - manch einsamen Nerd wird's interessieren - in diesem Film vorsorglich schon zweimal blank zieht). Das gefällt Cassavetes natürlich ganz und gar nicht. Der ist nämlich eh schon genervt, weil ihn die barocke Fenn nicht ranläßt, da braucht man doch keinen Rächer aus dem Jenseits, der einem die Gang plattmacht!

Schon während der Credits läuten ranzige Synthie-Claps die Achtziger ein, der Soundtrack geizt nicht mit schwerster Gülle. Allerdings hat's hier auch für Robert Palmers Megahit "Addicted to Love" gereicht sowie für Billy Idols "Rebel Yell". Die Panoramen hinterm Highway wurden wirkungsvoll eingefangen, Autoexplosionen erfolgen in einem gerüttelt Maß, und ein gut gelaunter Randy Quaid federt als Sheriff die schwachen Leistungen der Jungspunde etwas ab.

Ulkig ist die Strategie des schwarzen Vollstreckers; meist stellt er sich mit seiner Karre einfach nur in den Weg der bösen Jungs, die dann pflichtbewußt ihre Mühlen mit Vollgas hineinsemmeln und explodierend die Felsen runterpurzeln. Gut auch der Trick, den Sportwagen mit Karacho in eine Lagerhalle zu brezeln und diese so zu pulverisieren. Dieser angenehm trashige Wiedergänger des HIGH PLAINS DRIFTER macht Laune, weil er zügig vorbeizieht und in seiner ironiefreien Beklopptheit einfach anrührt.

Ein Scheißfilm zum Knuddeln!

DVD.
Ich ziehe mal wieder den Hut vor Sunfilm, die mit ihren DVDs aus Scheiße Biskuit machen. Tolles anamorphes Bild, guter Ton und mit dem Trailer und drei gut recherchierten Biografien (Sheen, Cassavetes, Quaid) angemessen ausgestattet kommt die Scheibe daher. Kein Grund zu Klagen.








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