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KAPITELWAHL

GOLD (Großbritannien 1974)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. GOLD
Laufzeit in Minuten. 119

Regie. PETER R. HUNT
Drehbuch. STANLEY PRICE
Musik. ELMER BERNSTEIN
Kamera. OUSAMA RAWI
Schnitt. JOHN GLEN
Darsteller. ROGER MOORE . SUSANNAH YORK . RAY MILLAND . BRADFORD DILLMAN u.a.

Review Datum. 2005-12-17
Erscheinungsdatum. 2005-08-18
Vertrieb. MC-ONE

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Rod Slater ist der Ingenieur einer afrikanischen Goldmine. Er sieht gut aus, ist charmant, geschieden...und lebt deutlich über seine Verhältnisse. Da kommt Rod das Angebot seines Vorgesetzten gerade recht: Ihm wird eine - hohe und natürlich gut dotierte - Position offeriert. Der vorherige Inhaber dieses Postens starb bei einem Minenunglück.
Das Glück scheint unserem Helden hold, zumal auch die attraktive Frau seines Chefs mehr als nur Interesse an dem charismatischen Rod zeigt.
Er merkt allerdings nicht, dass er nur das Werkzeug der rücksichtslosen Besitzer und einiger Spekulanten ist. Diese planen, die Mine zu fluten und durch die dadurch entstehende Goldverknappung auf dem internationalen Goldmarkt den großen Reibach zu machen.

Wenn sich ein - wenn auch einmaliger - James Bond-Regisseur und ein Schauspieler, der insgesamt sieben Mal in die Haut des Agenten mit der Lizenz zum Töten schlüpfen durfte, zusammentun um einen Abenteurfilm zu drehen und dazu auch noch Maurice Binder den Titelvorspann kreiert und Bond-Cutter John Glen (führte dann ab Anfang der 80er auch bei einigen Agentenabenteuern Regie) am Schnittpult sitzt, ist die Verwunderung nicht groß, dass auch das Endprodukt sich ästhetisch und auch inhaltlich deutlich an die Agentenabenteuer anlehnt.

Roger Moore spielt seinen Rod Slater mit der gleichen lässigen Süffisanz wie auch seinen britischen Spion. Susannah York gibt das Super-Babe, welches nach kurzem Zaudern -natürlich - dem Charme des betörenden Playboys völlig erlegen ist. Die Schurken wollen zwar nicht die ganze Welt zerstören, aber immerhin ein paar tausend Minenarbeiter grausamst über die Klinge springen lassen um sich das Geldsackerl prall zu füllen und die Locations sind natürlich sehr exotisch.

Etwas irritierend entwickelt sich dabei das mittlere Drittel des Films, welches der Liebesbeziehung zwischen Moore und York schon sehr viel Platz einräumt. Hier fasert der bis dahin durchaus bei Laune haltende Abenteurfilm Richtung Edelkitsch-Romanze.
Ich fand's zwar schön Moore beim Champagnersaufen und beim Busserln mit Frau York zuzuschauen, schätze aber, dass ein Großteil der potentiellen DVD-Käufer wässrige Augen vom Gähnen kriegen. Doch halt, nicht ausmachen, im letzten Abschnitt gibt GOLD dann wieder mächtig Gas und unserer Champagner-Säufer darf in der dunklen, engen Mine ums Überleben kämpfen, was recht spannend in Szene gesetzt ist.

Falls man GOLD irgendwo für ein paar Taler sichtet und einen Hang zu Abenteuer und Schmalz hat, sollte man zuschlagen.

DVD.
Die Bildqualität ist nicht so ganz optimal. Der linke Bildrand ist leider etwas heller als der Rest, was natürlich in den dunkleren Szenen unter Tag sehr hervorsticht. Drop-Outs halten sich zwar in Grenzen, doch dafür könnte Schärfe und Kontrast an mancher Stelle etwas besser sein. Zufriedenstellend sind aber die beiden Mono-Tonspuren, die zwar ganz leicht rauschen, ansonsten aber klar und deutlich sind.

Kümmerlich ist der Bonusteil: Außer einer Fotogalerie, Biografien und Programmhinweise gibt's null Komma nix. Schade.








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