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THE WINNER - HEISSE NÄCHTE IN LAS VEGAS (USA 1996)

von Stefan Mader

Original Titel. THE WINNER
Laufzeit in Minuten. 90

Regie. ALEX COX
Drehbuch. WENDY RISS
Musik. ZANDER SCHLOSS . PRAY FOR RAIN
Kamera. DENIS MALONEY
Schnitt. CARLOS PUENTE
Darsteller. VINCENT D'ONOFRIO . REBECCA DE MORNAY . MICHAEL MADSEN . BILLY BOB THORNTON u.a.

Review Datum. 2005-10-05
Erscheinungsdatum. 2005-09-15
Vertrieb. EPIX MEDIA AG

Bildformat. 1.66:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Als veritabler Glückspilz der zwar nur sonntags spielt, dafür aber immer gewinnt, ist Philip (D'Onofrio) der Mensch gewordene Alptraum vieler Casinobesitzer. Zwar verschenkt er den Löwenanteil seines Gewinnes stets, doch natürlich ruft so viel Glück trotzdem automatisch eine Menge Neider, die Philips Spielglück für sich ausnutzen möchten, auf den Plan. Und weil Philip etwas... nennen wir es... "einfach gestrickt" ist läuft er auch ernsthaft Gefahr, auf alle sich ihm anbiedernden Betrüger hereinzufallen.
Da wäre zunächst einmal Philips Freundin Louise (de Mornay), die im Casino singt und eine Mafia-Erpressung fingiert, um ordentlich Kohle aus dem gutmütigen Zocker herauszuquetschen. Das Geld soll ihr dazu dienen, sich mit ihrem Lover Jack (Thornton, mit Schnauzbart und ein paar Kilo mehr auf den Rippen als heute) abzusetzen. Außerdem wird der vertrottelte Gangster Joey von Philips Ruf nach Vegas gezogen. Er plant zunächst dessen Vertrauen zu gewinnen und ihn dann mit Hilfe seiner zwei noch dämlicheren Komplizen auszurauben.
Schließlich wäre da noch Philips Bruder Wolf (Madsen). Kaum aus dem Gefängnis entlassen trifft dieser seinen Vater tot in dessen Wohnwagen an. Aus Angst, für den Mord verantwortlich gemacht zu werde wickelt Wolf seinen Erzeuger in einen Schlafsack und macht sich mit der Leiche im Gepäck auf, seinen Bruder zu besuchen.
Eines haben diese drei Parteien gemein: Alle sind sie hinter einem mehr oder weniger großen Teil des Geldes her, das der Winner am nächsten Sonntag zu erspielen gedenkt. Überflüssig zu sagen, dass sie sich dabei gehörig in die Quere kommen – die Eskalation ist vorprogrammiert...

Wenn THE WINNER eines ist, dann eine Geschichte von Verlierern. So paradox sich das jetzt anhört, so unterschiedlich gestalten sich auch die Elemente, aus denen der Film sich zusammensetzt: Ein bisschen Krimi durch den Mord am Vater der Brüder, komödiantische Elemente, Intrigen, Liebe und ein im Kontext des Films überraschend brutaler Gangsterfilm-Schluss könnten eine interessante Mischung abgeben. Allerdings ist THE WINNER für eine "richtige" Komödie nicht lustig genug und für Brutalo-Fans dürften die heftigen Szenen zu spärlich gesät sein.
Die Figuren sind entweder unsympathisch und intrigant oder etwas weich in der Birne, echte Sympathieträger sucht man vergebens. Am ehesten käme da noch Philip in Frage – nachdem er anfänglich als gewaltiger Einfaltspinsel präsentiert wird gewinnt er jedoch erst gegen Ende an Profil und kommt dem Publikum durch seine selbstlose Aufopferungsbereitschaft näher.
Trotzdem die Schauspieler nicht schlecht agieren und Regisseur Alex Cox immer wieder versucht, etwas Tempo in die Geschichte zu bringen stimmt das Timing nicht so recht und vermag THE WINNER letztlich nicht wirklich zu überzeugen. Zu konträr sind der humorige Anspruch und die unmotivierten, dafür aber zum Teil erschreckend realistisch anmutenden (Wolf und Joey) Gewaltausbrüche, als dass der Film in sich schlüssig wirken würde.

DVD.
Neben den obligatorischen Trailern bekommt man Schauspielerbiographien und Informationen zu "Las Vegas im Film" auf Texttafeln sowie eine Vegas-Bildergalerie als Extras geboten.
Der Hauptfilm verfügt über eine qualitativ gute deutsche Stereo-Tonspur und auch der Originalton ist in fast der selben Qualität vorhanden, allerdings fällt hier aus unerfindlichem Grund die Lautstärke einmal signifikant ab. Nicht ganz so positiv schlägt das Bild zu Buche, das körnig wirkt. Laut Presseinfo sollen sich auch englische und deutsche Untertitel auf der DVD befinden, die auf dem Rezensionsexemplar noch nicht enthalten waren.








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