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KAPITELWAHL

ANGST ÜBER AMERIKA (USA 2004)

von Stefan Mader

Original Titel. AMERICAN MELTDOWN
Laufzeit in Minuten. 86

Regie. JEREMIAH S. CHECHIK
Drehbuch. LARRY BARBER . PAUL BARBER
Musik. TOMANDANDY
Kamera. DOUGLAS KOCH
Schnitt. BRUCE CANNON
Darsteller. BRUCE GREENWOOD . LESLIE HOPE . ARNOLD VOSLOO . JAMES REMAR u.a.

Review Datum. 2005-08-30
Erscheinungsdatum. 2005-06-23
Vertrieb. MC-ONE

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Per Fallschirm landet eine Truppe schwer bewaffneter Männer nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Gelände des Kernkraftwerks San Juan in Kalifornien. Nachdem die unter der Führung eines Mannes namens Khalid ("Mumie" Vosloo) agierenden Terroristen die Sicherheitsbeamten niedergeschossen haben übernehmen sie die Kontrolle über das Kraftwerk, platzieren eine Bombe am Lager für die alten Brennstäbe und befinden sich zusätzlich sogar in der Lage, eine Kernschmelze einzuleiten die der Katastrophe von Tschernobyl mindestens ebenbürtig wäre.
Das FBI schickt umgehend Agent Tom Shea (Greenwood) an den Ort des Geschehens, der sich durch seine Kenntnisse der arabischen Kultur bestens als Unterhändler und Ermittler eignet und dessen Mitarbeiter wenig später tatsächlich ein Auto voller Hinweise auf Al-Quaida finden. Während Shea den Beweismitteln aufgrund seiner Erfahrung nicht so ganz vertrauen will drängt Colonel Boggs (Remar), der Kommandant der US Army vor Ort, auf ein schnelles Eingreifen. Als sich in Gestalt der Lokalpolizistin Zoe Cox (Hope) eine Überlebende von innerhalb des Kraftwerks meldet beginnt für Shea ein Wettlauf mit der Zeit, wenn er einen gefährlichen vorschnellen Zugriff der Streitkräfte verhindern will.

Der für das Fernsehen produzierte Film ANGST ÜBER AMERIKA fischt sowohl was seine Terrorismus-Thematik angeht als auch in Hinblick auf die angestrebte Authentizität in den Gewässern der 24-Anhänger. Dass mit Leslie Hope die Darstellerin der Teri Bauer mit an Bord ist stellt eine weitere Verbindung zur gehypten Echtzeit-Serie dar, deren Titel intensiv zur Bewerbung des vorliegenden Filmes genutzt wird.
Natürlich läuft ANGST ÜBER AMERIKA jedoch nicht in Echtzeit ab, wenn auch mittels oftmaliger Einblendung der Uhrzeit versucht wird, annähernd diesen Eindruck zu erwecken, sowie diverse in Schwarzweiß gehaltene Einsprengsel und wiederholte "Liveberichte" des Nachrichtensenders dem Film einen möglichst realistischen Anstrich geben sollen. Gerade diese billig zu produzierenden Newsroom-Szenen erweisen sich jedoch nicht nur als Sparmaßnahme für die Geldbeutel der Produzenten, sondern auch als durchaus sinnvolles Stilmittel. Auf diesem Wege kann nämlich auch die durch die Berichte über den terroristischen Angriff entstandene Panik kurz, prägnant und vor allem schlüssig in den Film eingebaut und die allgemeine Rolle medialer Berichterstattung bzw. Panikmache thematisiert werden.
Nach dem verdächtig in Richtung Hurra-Patriotismus (homeland security und so...) schielenden Beginn, der gefährlich an der Grenze zur Rechtfertigung für uneingeschränkte Terror-Paranoia spaziert, entwickelt sich der Film mit seinem gelungenen Plottwist nach etwa zwei Dritteln der Spieldauer in eine meiner Meinung nach unverfänglichere, da nicht so plakativ einseitige Richtung. Und bei der Gegenüberstellung von "tatsächlichen" Ereignissen (im Film) und deren Darstellung in den Medien lassen sich sogar kritische Untertöne an Politik und Medienlandschaft orten – ein Positivum, das man in der Form gar nicht erwartet hätte.

DVD.
Beide Sprachfassungen sind im 5.1-Format verfügbar und gehen qualitativ in Ordnung. Auch die Synchronisation ist großteils halbwegs brauchbar, wirkt bei den "Nachrichtensendungen" allerdings etwas vermurkst, da der typische Nachrichtensprechertonfall der US-news networks nicht getroffen wird.
Die Schwarzweißaufnahmen wirken stark körnig (was wohl beabsichtigt ist), beim Farbmaterial pendelt die Qualität von gestochen scharf und in kräftigen Farben bis blass und eher körnig, was etwas verwundert. Wirklich negativ fällt das Bild bei normalem Abstand von der Mattscheibe jedoch nicht auf.
Ärgerlicher ist es da schon, dass MC-ONE auch bei dieser Veröffentlichung keinerlei Untertitel mit auf die Disc gepackt haben, zumal das Bonusmaterial sich bereits mit dem Originaltrailer des Films und den obligatorischen Programmhinweisen erschöpft.








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