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KAPITELWAHL

FARSCAPE SEASON 2 (USA/Australien 2000/2001)

von Matthias Mahr

Original Titel. FARSCAPE SEASON 2
Laufzeit in Minuten. 1041

Regie. diverse
Drehbuch. diverse
Musik. GUY GROSS
Kamera. RUSSEL BACON . CRAIG BARDEN
Schnitt. diverse
Darsteller. BEN BROWDER . CLAUDIA BLACK . VIRGINIA HEY . ANTHONY SIMCOE u.a.

Review Datum. 2005-06-29
Erscheinungsdatum. 2004-03-31
Vertrieb. KOCH MEDIA

Bildformat. 1.33:1
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
John Crichton ist ein US-Astronaut, der durch ein Wurmloch quer durchs Universum geschleudert wird wo er prompt den Unfall eines Peacekeeperpiloten (ein Soldat einer faschistisch geführten Rasse) verursacht. Dessen Bruder Bialar Crais schwört Rache, Crichton findet Zuflucht auf der Moya, einem lebenden Raumschiff, das mit seinem Piloten ein symbiotisches System bildet. Zunächst findet er sich in der neuen Umgebung wie weiland Buck Rogers wenig zurecht, irritiert die bunt zusammengewürfelte Besatzung (neben 'Pilot' noch die ehemalige Peacekeeperin Aeryn Sun, der Krieger Ka D'Argo, die Priesterin Zhaan und der abgesetzte Monarch Rygel XVI) noch über recht viele Episoden mit Anspielungen auf STAR WARS und Ähnliches. Bei der hier vorliegenden zweiten Staffel hat er sich aber bereits soweit eingewöhnt, dass er dies unterlässt. Zudem ist die Stammbesetzung gegenüber dem Anfang um Chiana, einer echten Söldnerseele erweitert.

Als FARSCAPE das erste Mal ins Free-TV kam, probierte es Sat 1 zunächst im Hauptabendprogramm. Doch nach wenigen Folgen verschwand es in der Nachtschicht oder (noch schlimmer) im Nachmittagsprogramm. Ob's am anarchisch schmutzigen Anstrich lag oder dem ungewöhnlichen Umstand, dass manche handelnde Personen (konkret Pilot und Rygel von Puppen aus der Henson Factory dargestellt werden, die Serie kam im STAR TREK geeichten Deutschland scheinbar nicht so recht an. Dabei glänzt sie in vielen Belangen, wo STAR TREK zumindest in ihren neueren Inkarnationen oft kläglich scheitert. Die Besatzung der Moya unterscheidet sich stark in ihren Wesenszügen, nicht vorrangig in Nasenform und ähnlichem. Die Geschichten wollen primär unterhalten statt Moral zu predigen. Der SciFi-Gehalt mag nicht so ausgeprägt wie etwa in LEXX sein, man versucht aber nicht, wie in STAR TREK dies durch pseudowissenschaftliche Fremdwortkaskaden, die oft auch die Funktion einer Deus-ex-Machina-Lösung haben, zu kaschieren. Bei LEXX hat man übrigens offenbar einige Anleihen genommen. Das lebende Raumschiff (wiewohl die Lexx eigentlich untot ist), die drastische "Umschulung" der Chiana wie Zev entkommen ist und natürlich der Egoismus, der die Figuren trotz Kameradschaft immer wieder leitet. Dabei macht FARSCAPE aber auch einiges besser als LEXX. Zwar werden die einzelnen Staffel nicht von einem auch nur annähernd vergleichbar genialen Handlungsbogen wie beim "Vorbild" umschlossen, dafür sind die Einzelepisoden auch sehr gut alleine konsumierbar. Die Serie prüft deswegen weit weniger die Geduld des Zuschauers als LEXX bei welchem ab Beginn der 45 minütigen Folgen doch zahllose Episoden für sich betrachtet recht enervierend sein können. Dazu kommt ein deutlich sichtbar höheres Budget (an Finanzressourcen in STAR TREK Dimensionen kam man dennoch nicht ran) durch die FARSCAPE auch optisch mehr hergibt. Insgesamt also ein (sehr ausgewogener, nicht fauler) Kompromiss zwischen den beiden Polen an dem Fans beider Fraktionen Gefallen finden könnten.

DVD.
An Bild- wie Tonqualität gibt's nichts auszusetzen, letztere konnte ich aber nur mittels gewöhnlicher Zweikanal-Stereoboxen prüfen. Die Synchronisation benutzt die gleichen Sprecher wie bei Sat 1, dürfte auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ident sein. Wer also wirklich den deutschen Ton vorzieht wird sich kaum umgewöhnen müssen. Die Synchronfassung lag dort wo ich Vergleiche anstellte sinngemäß recht nah beim Original, die deutschen Untertitel variierten da auch leicht, sodass ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann an welcher Tonspur sie sich richtet.

Als Extras gibt es fünf Audiokommentare zu vier ausgewählten Folgen, Videoprofile zu Chiana, Scorpius und Crais (die Hauptpersonen waren wohl schon der ersten Staffel beigefügt) und entfallene Szenen. Die insgesamt acht DVDs sind in einem aufklappbaren Etui fixiert. Nicht unbedingt praktisch ist, dass dabei je zwei überlappen, sodass man jeweils die oberen entfernen muss um die unteren herauszunehmen. Dafür lassen sich die DVDs problemlos entfernen ohne das man fürchten muss (man denke an Doppel CD Jewel Cases) die Halterung zu beschädigen. Neben einem kleinen Prospekt mit anderen Produkten von Koch steckt im Schuber noch ein sehr nett gemachtes 36 seitiges vielfärbiges Booklett mit diversen Informationen. Vor allem das kleine Wörterbuch, das die in der Serie gebrauchten Fremdwörter (vorwiegend Beschimpfungen) erläutert erhöht sogar den Spaß, wenn man beim Anschauen der Serie hier nachschlagen kann.








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