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KAPITELWAHL

DEALERS (Großbritannien 1990)

von Stefan Mader

Original Titel. DEALERS
Laufzeit in Minuten. 91

Regie. COLIN BUCKSEY
Drehbuch. ANDREW MACLEAR
Musik. RICHARD HARTLEY
Kamera. PETER SINCLAIR
Schnitt. JON COSTELLOE
Darsteller. REBECCA DE MORNAY . PAUL MCGANN . DERRICK O'CONNOR . PAUL GUILFOYLE u.a.

Review Datum. 2005-06-24
Erscheinungsdatum. 2005-05-12
Vertrieb. EPIX MEDIA AG

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Nachdem er bei einem riskanten Börsengeschäft einen Riesenverlust baut erschießt sich ein Broker der in London ansässigen Firma Whitney Paine. Der risikofreudige Daniel Pascoe (McGann) sieht seine Chance gekommen, mit Hilfe des altgedienten Kollegen Robby Barrell (O'Connor) den freigewordenen Posten zu übernehmen, doch die Chefs Peters (Guilfoyle) und Mallory machen dem aufstrebenden Börsenmakler einen Strich durch die Rechnung, indem sie die ebenfalls knallharte, aber etwas vorsichtigere Anna Schuman (De Mornay) von der Konkurrenz abwerben, um den entstandenen Schaden so bald als möglich wieder auszubügeln. Als Daniel herausfindet, dass Anna ein geheimes Verhältnis mit Mallory aus der Chefetage hat und dieser zudem seinen Kumpel Robby im Zuge der Geschehnisse als Bauernopfer feuert, verbessert dies das Verhältnis zu seiner neuen Vorgesetzten natürlich auch nicht gerade.
Da Annas nicht ganz so wagemutige Vorgehensweise jedoch den Verlust nach Ansicht der Bosse nicht schnell genug konsolidiert beschließen sie, Anna und Daniel im Team arbeiten zu lassen, wobei die beiden letztlich ein Verhältnis miteinander beginnen – was den bereits kurz vor dem Ausbrennen stehenden Daniel allerdings nicht hindert, hinter Annas Rücken einen äußerst risikobehafteten Deal einzugehen. Ein Geschäft, das manche Leute in der Firma durchaus gern scheitern sehen würden...

DEALERS präsentiert die Börsenwelt der späten 80er und frühen 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts (also vor dem Boom der New Economy) als Sammelsurium von Oberflächlichkeiten, etwa wenn die Yuppies sich selbst rein nur noch über materielle Güter definieren und die vehement umstrittene Frage wessen Anzug/Auto-Ersatzteile/Wohnung nun teurer seien deutlich macht: Hier wird der primitive Schwanzvergleich durch Ersatzhandlungen auf nur unwesentlich höherem Niveau substituiert!
Skrupellosigkeit unter der Maxime der Profitmaximierung erscheint in dieser Branche absolut erstrebenswert und Freundschaft existiert nur, solange sie den Geschäften nützt. Von derlei Unsympathlern überrannt fällt es natürlich schwer, eine Beziehung zu den Charakteren des Films aufzubauen. Lediglich Derrick O'Connors von Alkohol und Kokain gezeichneter Robby Barrell, der sich nach seinem Rauswurf aus der Firma des kleinen Glücks besinnt, wirkt irgendwie sympathisch – ein Feature welches dem von Paul McGann gegebenen Protagonisten Daniel bestenfalls gegen Ende des Films attestiert werden kann, als auch dieser beginnt die Sinnhaftigkeit seines Tuns zu hinterfragen. Doch das ist zu wenig.
Aufgrund der großteils eher mäßigen schauspielerischen Leistungen, der Charaktere die einem nicht nahe gehen und wegen des dünnen Plots kommt auch beim Finale kaum Spannung auf – ob der kühn eingefädelte Deal nun funktioniert oder nicht ist einem als Zuseher irgendwie völlig wurst.

DVD.
Trotz leichten Rauschens auf dunklen Flächen ist die Bildqualität zufriedenstellend, zumal in DEALERS dunkle Farben ohnehin nicht übermäßig zum Zug kommen. Auch der Ton geht grundsätzlich – DD2.0 halt, 5.1 war anno 1990 einfach noch nicht – wobei die deutsche Tonspur um einiges lauter abgemischt ist als die englische. Die Synchro könnte besser sein, manche Dialogzeilen wirken in der deutschen Fassung etwas schnoddrig wo dies im Original nicht angedacht ist. Dafür besteht problemlos die Möglichkeit, während des Films Sprache und Untertitel zu wechseln, was absolut begrüßenswert ist, wie man gar nicht oft genug betonen kann.








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