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KAPITELWAHL

DIE LETZTE NACHT DER TITANIC (USA 1958)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. A NIGHT TO REMEMBER
Laufzeit in Minuten. 121

Regie. ROY WARD BAKER
Drehbuch. ERIC AMBLER
Musik. WILLIAM ALWYN
Kamera. GEOFFREY UNSWORTH
Schnitt. SIDNEY HAYERS
Darsteller. KENNETH MORE . HONOR BLACKMAN . NARONALD ALLEN . ANTHONY BUSHELL u.a.

Review Datum. 2005-04-15
Erscheinungsdatum. 2005-03-17
Vertrieb. EPIX MEDIA AG

Bildformat. 1.66:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Am 10. April 1912 verlässt der Luxus-Super-Dampfer den Hafen von Southampton und beginnt seine Jungfernfahrt. Am 11. April geht es von Queenstown (Irland) zur Atlantik-Überfahrt. Im Verlauf des 14. Aprils erreichen ingesamt sieben Eisbergwarnungen die Titanic, werden aber nicht sonderlich ernst oder überhaupt wahr genommen, vor allem da der Funkraum den ganzen Tag mit Glückwunschtelegrammen und weiterem privaten Funkverkehr beschäftigt ist. Um 23:40 Uhr meldet der Ausguck einen Eisberg.

Obwohl sofort Befehl gegeben wird alle Maschinen anzuhalten, berührt die Titanic den Eisberg unter Wasser und wird an der Steuerbordseite stark beschädigt. Der Riß zieht sich durch insgesamt sechs Kammern und den Kohlenbunker des Heizraums Nr. 9. Viele Passagiere realisieren erst gar nicht, dass die Titanic mit dem Eisberg kollidiert ist.

Um 23:50 Uhr dringt Wasser in den vorderen Teil des Schiffes ein. Am 15. April um kurz nach 0:00 Uhr werden die Rettungsboote klargemacht, die allerdings nur Platz für die Hälfte der Passagiere bieten.Um 0:45 Uhr wird das erste Rettungsboot zu Wasser gelassen, welches trotz mehr als doppelt so hoher Kapazität mit gerade mal 28 Personen besetzt ist. Um 01:15 Uhr werden sieben weitere Rettungsboote unter Ausnutzung der Maximalkapazität zu Wasser gelassen. Um 02:05 Uhr wird das letzte verfügbare Rettungsboot abgeseilt. Um 02:20 Uhr geht die Titanic vollends unter und reisst 1517 Menschen in den Tod.

Um 04:10 Uhr wird das erste Rettungsboot von dem Schiff Carpathia aufgenommen. Mit insgesamt 705 Überlebenden fährt das Schiff nach New York. Genau einen Monat nach dem Unglück wurde bereits der erste Film über das Unglück vorgestellt, geschrieben und besetzt mit Dorothy Gibson, einer der Überlebenden. Seitdem wurde das Thema viele Male verfilmt.

Zuletzt zu großen Ehren gekommen ist der Dampfer 1997 mit Camerons Big Budget-Trip, welcher aber außer einer kitschigen Story und sündhaften teuren Sets und gar nicht mal so guten Effekten eher wenig zu bieten hat. Auch wenn ich natürlich nicht alle Film-Varianten der Katastrophe kenne, bin ich so dreist und behaupte, dass DIE LETZTE NACHT DER TITANIC so ziemlich alles richtig macht und mit Fug und Recht als Klassiker bezeichnet werden kann, der Camerons Dampferfilm locker links liegen läßt.
Anstatt nur ein Schicksal ins Licht zu rücken und den Rest zu Nebenfiguren zu degradieren, schafft das komplexe und sehr durchdachte Drehbuch auf leicht fragmentarische Art und Weise einen Gesamtüberblick über die Katastrophe, der dadurch fesselt, dass hier eine ganze Menge an Einzelschicksalen und menschlichen Verhaltensweisen vor Augen geführt wird, die einen entweder vor Rührung schniefen (das alte jüdische Ehepaar, welches sich partout nicht trennen will), vor Naivität schaudern (als mit den Eisstücken auf Deck Fußball gespielt wird) oder vor arroganter Dekadenz (die ältere Frau der ersten Klasse, die im Moment des Untergangs noch an den Friseur-Termin denkt) schnauben läßt. Da der Film es aber trotzdem über die gesamte Laufzeit hinweg tatsächlich schafft sämtliche Kitsch-Klippen zu umfahren und anstatt auf Tränenschmalz lieber auf eine alles in allem eher nüchterne, faktische Atmosphäre setzt, kann man mit Fug und Recht von einem Katastrophenfilm-Meilenstein sprechen, der sich getrost zur Spitze des Genres zählen kann, wenn nicht sogar die Spitze markiert.

DVD.
Bei der DVD-Umsetzung hat Epix mal wieder ordentliche Arbeit geleistet. Nicht nur, dass der Film in Deutschland erstmalig ungekürzt präsentiert wird (ergänzte Szenen werden mit gut lesbaren Untertiteln präsentiert), das Bild ist - abgesehen von leichten Rauschmustern bei besonders dunklen Stellen - ebenfalls sehr klar und scharf. Die Tonspuren wurden im Mono-Format belassen, was gut ist da kein Mensch diese elendigen 5.1-Upmixe braucht.

Im Bonus-Teil sieht's leider etwas mager aus, da hat die Criterion RC1 mehr zu bieten: Es gibt den UK-Trailer, den US-Trailer, 2 alternative Poster-Artworks und auf Texttafeln Biographien zu drei Darstellern, die Chronologie des Untergangs, technische Daten, Geschichten und Legenden rund um die Titanic. 9 Trailer zu weiteren Filmen aus dem Programm des Anbieters dürfen natürlich nicht fehlen. Doch auch wenn das US-Pendant mehr Extras (u.a. die 60min Featurette "The Making of A Night To Remember") hat, kann die Epix-Scheibe als gelungene und vor allem kostengünstige Alternative zur sündhaft teuren Criterion-Scheibe angesehen werden.








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