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KAPITELWAHL

CLUBLAND (USA 1999)

von Dirk Gerbode

Original Titel. CLUBLAND
Laufzeit in Minuten. 90

Regie. MARY LAMBERT
Drehbuch. GLEN BALLARD
Musik. MELISSA KAPLAN
Kamera. JOHN DEMPS JR.
Schnitt. SHARYN L. ROSS
Darsteller. PHIL BUCKMAN . RODNEY EASTMAN . MATT GALLINI . BRAD HUNT u.a.

Review Datum. 2005-04-03
Erscheinungsdatum. 2005-04-24
Vertrieb. EPIX MEDIA AG

Bildformat. 1.33:1
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 2.0) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Kennedy und seine Band kommen in die große Stadt Los Angeles, um berühmt zu werden. Im angesagtesten Club naht ihre große Chance, als die Sängerin India (Lori Petty) aus den drogengetränkten Latschen kippt und außer ihnen niemand herumsteht, der sie vertreten kann, um die Publikumsmeute zu beruhigen. Sie spielen einen rebellischen Emosoftrocksong, der unangenehm an Bands wie Hanson (diese Milchbubis, leider nicht die Hanson Brothers...) oder Reamonn erinnert, und nichts Gutes für den Rest des Films erahnen lässt. Die ganzen Punks, die eben noch wild Pogo getanzt haben, haut er allerdings richtig vom Hocker. Alle sind ganz ergriffen von der emotionalen Tiefe des Auftritts. Dem Aufstieg in den Rockhimmel steht also nichts mehr im Weg. Doch. Die dunkle Seite der Macht – Drogen und böse Manager. In dem Moloch Los Angeles droht den unerfahrenen Jungs der von Gewalt gesäumte Abstieg, aber sie werden der Musik treu bleiben und sich nicht korrumpieren lassen. Das ist in etwa der rote Faden des Films.
In einem Nebenstrang der Handlung bekommt Kennedy ein Angebot als Solokünstler von den heißesten Produzenten den Stadt. Geht er darauf ein? Natürlich nicht. Und zwar nicht deshalb, weil es ihm komisch vorkommt, dass die von Terence Trent D'Arby und Steven Tyler eher minder überzeugend gespielt werden. Nein, er lässt die namenlose (wie die heißen, wird irgendwie nie erwähnt) Band doch nicht im Stich! "Innerlich bin ich ganz schön aufgewühlt, aber ich weiß, Du bist grundgut", sagt sein Bruder und Möchtegern-Manager zu ihm – oder umgekehrt, ist auch egal. Die von der Band sind nämlich alle grundgut. Grundgütiger Gott, das ist schon schwer zu ertragen. Aber Moment, da fehlt noch etwas: Das grundgute Mädchen, das freundlich und loyal ist und hart jobbt, um ihr Studium der theoretischen Quantenphysik (wirklich, der Drehbuchschreiber hat es so gewollt) zu finanzieren. Sie und Kennedy sind sich zugetan, aber er erkennt die wahre Liebe vorerst nicht. Er muss sich erst in den Groupiesumpf begeben (vielmehr: kurz den kleinen Zeh reintippen), bevor er sich auf die wahren Werte besinnt und auch die Romanze glücklich enden kann.

Während die Inszenierung von Regisseurin Mary Lambert in jeder Hinsicht einfach belanglos ist, lässt einem die Geschichte von CLUBLAND schon den Mund offen stehen. Es ist erstaunlich, wie gnadenlos und ohne Ausrutscher die deppertsten Klischees bedient werden. Das produziert, nachdem man sich ein bisschen darüber gefreut hat, natürlich auch gähnende Langeweile. Für die deutschen Dialoge wurde offenbar ein Lexikon der Jugendsprache herangezogen: "Fett gerockt, Alter, die Pizzaklamotten sind voll der Burner." Pizzabotenkleidung mag voll der Burner sein, CLUBLAND ist es auf keinen Fall.

DVD.
Im Gegensatz zum Film sind Bild- und Tonqualität gut. Allerdings ist das Format Vollbild und nicht 1.85:1, wie angekündigt, wodurch der Film noch viel mehr wie ein billiger Fernsehfilm wirkt. Als Extras finden sich Trailer aus dem epix-Progamm, alternative Poster-/Covergestaltungen, sowie ein "Filmführer L.A.": Kurztexte zu Drehorten aus dem Buch "Los Angeles im Spielfilm. Von BLADE RUNNER bis STADT DER ENGEL" liegen über entsprechenden Fotos, die man deshalb nicht mehr besonders gut anschauen kann.








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