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KAPITELWAHL

THE GOOD SHEPHERD (USA 2004)

von Hasko Baumann

Original Titel. THE GOOD SHEPHERD
Laufzeit in Minuten. 88

Regie. LEWIN WEBB
Drehbuch. BRAD MIRMAN
Musik. GARY KOFTINOFF
Kamera. CURTIS PETERSEN
Schnitt. NICK ROTUNDO
Darsteller. CHRISTIAN SLATER . MOLLY PARKER . STEPHEN REA . DEAN FRONK u.a.

Review Datum. 2005-03-22
Erscheinungsdatum. 2005-03-09
Vertrieb. SUNFILM

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DTS/DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Der olle Hollywood-Rabauke Christian Slater hat's geschafft: Vom Klosterpraktikanten Adson zum Pater Daniel Clemens in nur, nun ja, 18 Jahren. Heutzutage darf er sich aber nicht mehr von wollüstigen Bauernmädels die zölibate Nille versilbern lassen, sondern profiliert sich als exzellenter Spendenauftreiber und steht somit dem Mammon näher als dem lieben Gott. Ausgerechnet dieser yuppieske Geistliche, der sich fern von christlichen Idealen um die große Kollekte verdient macht, wird zum gebeutelten Priester Andrews geschickt, der unter Mordverdacht steht. Andrews hat unter Umständen einen Schutzbefohlenen aus dem Jugendheim gekillt und vielleicht sogar - da sei der Heiland vor - begattet! Das Beichtgeheimnis verbietet dem Knacki-Pater die Aufklärung. Clemens ist das alles ziemlich Wurst, bis Andrews freiwillig die Segel streicht und fortan nur noch die Harfe klimpert (bzw. als Katholik wohl eher Kohle schaufeln muß).

Plötzlich erwachen in Clemens die lang vergrabenen Ideale, und er entschließt sich, gegen den Willen des Kardinals die Geschicke des Verblichenen zu übernehmen, um sozusagen als Undercover-Pfaffe die Meuchelei aufzuklären. In einer kleinen Kapelle tut der Geläuterte seinen geistlichen und seinen investigativen Dienst, denn in der Schäfchenherde ist was faul. Zur Hilfe holt er sich seine Ex-Freundin (Molly Parker), die als Fernsehtante Erfolge feiert und dem Verflossenen nach wie vor verübelt, sich für Gott entschieden zu haben und nicht für sie. Damals, so grüble ich bei genauerem Hinsehen, muß sie etwa 12 Jahre alt gewesen sein, aber das ist sicher eine andere Geschichte. Der gute Hirte verrichtet seine Arbeit ohne den Segen seiner Vorgesetzten und kann auch nicht auf den väterlichen Freund (mufflig: Stephen Rea) zählen. Wie ein guter Cop droht dem Hobbyschnüffler die Suspendierung!

Das Ganze gipfelt in einer flott geschnittenen, aber völlig überflüssigen Ballerei. Überflüssig, weil man bis dahin einen unspektakulären, aber keineswegs unspannenden kleinen Krimi gesehen hat, der sich an einem Sonntagabend nicht verstecken muß. Slater kauft man den Geistlichen zu keiner Sekunde ab, aber man ist dennoch froh, daß Produzent Christopher "Schielauge" Lambert nicht selbst in den Talar gesprungen ist und wie üblich verheult durch das Geschehen stolpert. Positiv fällt vor allem Molly Parker auf, die auch schon bei István Szabó spielte und hier den Klischees ihrer Rolle erfolgreich trotzt.

DVD.
Die DVD ist in Bild und Ton ebenfalls unspektakulär, aber völlig in Ordnung. Die Synchro, die Slater immerhin mit Feststimme versorgt, drückt die Hintergrundgeräusche mal wieder zu sehr weg. Als Extras finden sich ein handelsübliches Making Of, gut gemachte Biografien und der reißerische Trailer, der besagte Ballerei so verteilt, daß der unbedarfte Zuschauer einen Actionreißer im Kapellenmilieu erwarten muß.








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