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GEDRUCKTES IST TOT

BATTLESTAR GALACTICA (2013, 1. Auflage)
von Sven Taucke

Original Titel. BATTLESTAR GALACTICA
Seiten. 96

Autor. EKKEHARD KNÖRER

Review Datum. 2015-12-24
Erscheinungsdatum Deutschland. 2013-09-23
Verlag. DIAPHANES

Erscheinungsformat. BROSCHIERT
Sprache. DEUTSCH

Als BATTLESTAR GALACTICA vor zehn Jahren im US-amerikanischen Science-Fiction-Spartensender Sci-Fi Channel Premiere hatte, konnten die Zuschauer zunächst kaum glauben, wie ihnen geschah. Denn was dort sie zu sehen bekamen, hatte mit dem KAMPFSTERN GALACTICA aus den Siebzigerjahren scheinbar nichts mehr gemein. Nachdem STAR WARS im Jahr zuvor eine Science-Fiction-Euphorie ausgelöst hatte, war KAMPFSTERN GALACTICA 1978 der Versuch, auch im Fernsehen eine Weltraumsaga zu etablieren. In der von Glen A. Larson produzierten Serie ging es um Menschen aus einem fremden Planetensystem, die mit ihrer Raumschiffarmada auf der Suche nach der Erde ständig von blechernen Robotern, sogenannten Zylonen, angegriffen werden. Das Ganze war zwar teuer produziert, aber - so ehrlich muss man sein - leider derart albern und hanebüchen, dass man beim Ansehen spüren konnte, wie einem die Hirnzellen reihenweise wegstarben. Hierzulande wurde KAMPFSTERN GALACTICA zurecht als KRAMPFSTERN BEKNAKTIKA verspottet und eigentlich nur angesehen, weil es den KRIEG DER STERNE nur im Kino gab und sich die Programmauswahl auf drei Sender beschränkte - wir hatten ja nichts.

In der vom STAR-TREK-Autoren und -Produzenten Ronald D. Moore entwickelten Neuauflage stimmen die Grundzüge der Geschichte zwar noch mit dem Larson-Original überein, aber sonst ist sie das genaue Gegenteil: nämlich eine sich ernst nehmende Serie mit realistischen Figuren und komplexer Handlung. Aus der BEKNAKTIKA-Kinderstunde machen Moore und seine Mitstreiter eine Space Opera der Post-Nineeleven-Ära, inspiriert von Philip-K.- Dick-Romanen, unzähligen Kriegsfilmen und natürlich den echten, irrsinnigen Kriegen der Bush-Jahre. In BATTLESTAR GALACTICA ist Schluss mit albern, es geht um Völkermord und Folter, Terrorangst und religiösen Wahn. Qualitativ reiht sich GALACTICA durchaus in die großen, epischen US-Serien der Zweitausenderjahre ein.
Die Booklet-Reihe aus dem Diaphanes-Verlag liefert Begleitmaterial zu diesen TV-Epen, elf Büchlein sind mittlerweile erschienen. Zum Inhalt dieses von Ekkehard Knörer verfassten Booklets gehören Wissenswertes über die Macher und die Produktion, Porträts der wichtigsten Figuren sowie Überlegungen zu den politischen und theologischen Themen die in GALACTICA verhandelt werden. Das alles ist auf nur 96 Seiten extrem kurzgefasst, aber immer gut zu lesen. Knörers Sicht der Dinge dürfte in weiten Teilen der Mehrheitsmeinung entsprechen: das Serienende hält er für verschenkt und seine Anspieltipps, also Episodenempfehlungen, sind echte Fan-Lieblinge.
Der Autor dürfte keinerlei Probleme gehabt haben, Hintergrundinformationen zur Serie zu finden. Man kann gefühlte Ewigkeiten damit verbringen, sich im Internet mit GALACTICA zu beschäftigen. Auch dank Ronald D. Moore und seinen Mitstreitern. Schon während der Erstausstrahlung haben sie Podcasts gesendet und immer darauf Wert gelegt, den Kontakt zur Fanszene zu halten. Im Netz gibt es außerdem gibt es eine umfangreiche GALACTICA-Wiki. Zudem sind diverse Bücher erschienen, die sich mit den unterschiedlichen Facetten der Serie beschäftigen. Knörer hat nicht vergessen, Lesetipps beizusteuern, die helfen, das mediale GALACTICA-Universum weiter zu erkunden ...
Man kann seine Lebenszeit wirklich schlechter verschwenden als dort unterwegs zu sein. Ekkehard Knörers Booklet ist dabei ein guter Wegweiser.


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