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UKM: THE ULTIMATE KILLING MACHINE (USA 2006)

von Hasko Baumann

Original Titel. UKM: THE ULTIMATE KILLING MACHINE
Laufzeit in Minuten. 90

Regie. DAVID MITCHELL
Drehbuch. TYLER LEVINE . TIM MCGREGOR
Musik. CRAIG MCCONNELL
Kamera. MARCUS ELLIOTT
Schnitt. KARIM ZOUAK
Darsteller. MAK FYFE . MICHAEL MADSEN . STEVE ARBUCKLE . VICTORIA NESTOROWICZ u.a.

Review Datum. 2007-01-19
Kinostart Deutschland. direct-to-video

Was ist denn mit Michael Madsen los? Diese Frage stellt sich der gemeine Filmfreund doch schon seit einer ganzen Weile. Die coole Sau aus den Neunzigern hat ganz schön Fett angesetzt, sich dann mit der Jahrtausendwende so langsam im Videoregal ein kleines Nest gebaut und nur bei Tarantino und Rodriguez auch als Schauspieler nochmal auftrumpfen können. UKM liefert nun, wenn er auch sonst nichts kann, die Antwort auf die Frage, was nun eigentlich mit Michael Madsen los ist. Gar nichts ist mit dem los. Der ist am Arsch!

Als Major Blevins trampelt sich Madsen, mittlerweile zwanghaft die Stirn runzelnd, um cool zu wirken, in fast schon Seagalscher Manier durch einen ultrabilligen Lüftungsschacht- und Fabrikkeller-Rohrkrepierer. Nach einer recht zünftigen Eingangssequenz, in der ein Spitzensoldat Opfer eines geheimen Militärexperimentes wird und als durchgeknallter Fighterzombie erstmal einen Schädel werbewirksam bersten läßt, geht es sofort abwärts. Die für einen Standard-Slasher übliche Figurenkonstellation aus vier Jugendlichen (Großmaul, Nerd, Problemkind, Crackschlampe) hat sich in die Army verirrt. Dort stellen die Idioten allerdings bald fest, daß sie nur Versuchskaninchen sind für die Machenschaften eines skrupellosen Wissenschaftlers, den man allen Ernstes "Dr. Stroheim" genannt hat. Die vom deutschen Doktor gezüchteten Kampfmaschinen sind geil aufs Meucheln, leider aber auch geil aufs Poppen, warum auch immer. Frei von ihren Fesseln, muß sich das Quartett mißratener Kids der üblen Gestalten erwehren. Und so rennen sie durch einen schlecht ausgeleuchteten Kellergang nach dem anderen...

Das Budget dieses Films soll fünf Millionen Dollar betragen haben. Der Film sieht aber nach fünf Dollar aus. Das Kleeblatt hohler Misfits spielt unsagbar mies, was leider auch für Michael Madsen gilt, der wohl selber nicht so genau weiß, was er hier will - die fünf Dollar wahrscheinlich. Die (wenigen) Schüsse sind brettlaut abgemischt, um sowas wie Action zu suggerieren, und der geplatzte Kopp vom Anfang ist auch nur ein leeres Versprechen. Alle Akzente sitzen falsch: Ausgerechenet Madsens Abgang findet im Off statt, und als der Soldatenzombie die fesche Wissenschaftlerin (nur echt mit Strapsen!) vergewaltigen will, wird dies mit einem rockigen Heldenthema unterlegt.

Es gibt sicher hundert Gründe, sich diesen Film anzusehen, mir fällt aber beim besten Willen keiner ein.











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