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ST. CHRISTOPHORUS: ROADKILL (Deutschland 2010)

von André Becker

Original Titel. ST. CHRISTOPHORUS: ROADKILL
Laufzeit in Minuten. 24

Regie. GREGOR ERLER
Drehbuch. BENJAMIN KARALIC
Musik. MICHAEL KADELBACH
Kamera. PHILIPP HABERLANDT
Schnitt. TOBIAS SUHM
Darsteller. ATTHIAS ZIESING . PATRICK VON BLUME . TIMO DIERKES . CONRAD F. GEIER u.a.

Review Datum. 2011-06-04
Kinostart Deutschland. nicht bekannt

Kurzfilme haben einen unbestreitbaren Vorteil: Die minimale Spieldauer fordert eine inszenatorische Fokussierung geradezu heraus. Fehlende Ideen, oder öde Geschichten bedeuten daher auch das unmittelbare Aus für jeden Kurzfilm. Wenn in nicht mal 20 Minuten bereits Langeweile aufkommt, kann man den dazugehörigen Film eigentlich gleich komplett in die Tonne kloppen.

Die Gemeinschaftsproduktion der Filmakademie Baden-Württemberg und der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf ST. CHRISTOPHORUS: ROADKILL ist zwar erstaunlich gut fotografiert und insgesamt gesehen durchaus professionell umgesetzt, aber leider auch ziemlich vorhersehbar. Und das ist wirklich schade, denn der Film punktet mit einer stimmungsvollen Optik, soliden Make-up Effekten und überzeugenden Darstellern. Insofern bietet die Koproduktion, zumindest was die handwerkliche Ebene angeht, auch gehobene Kinoqualität. Letztendlich schafft es Regisseur Gregor Erler jedoch nicht das Publikum zu fesseln und genau das führt im Endeffekt dazu, dass man ST. CHRISTOPHORUS: ROADKILL bereits nach zehn Minuten wieder vergessen hat.

Inhaltlich orientiert sich der Film an gängigen Thriller- und Horrormotiven. Durch Zufall wird ein junger Jura-Student (Matthias Ziesing) mitten in der Nacht auf einer einsamen Landstraße irgendwo in der deutschen Provinz in einen Unfall verwickelt. Doch das ist erst der Anfang, denn noch ahnt der angehende Jurist nicht, dass er bald in die Fänge zweier Polizisten gerät und ihm zudem noch ein kaltblütiger Förster nach dem Leben trachtet.

ST. CHRISTOPHORUS: ROADKILL vergeudet keine Zeit mit großartigen Erklärungen und konzentriert sich stattdessen ganz auf die Auseinandersetzung zwischen Opfer und Tätern. Gregor Erler setzt auf Suspense und zumindest in den ersten Minuten gelingt ihm das auch ganz gut. Die Bedrohung erscheint fast greifbar und vor allem die Unkenntnis über die Motive der Täter erzeugt eine unheilvolle Atmosphäre. Aber gegen Ende hin versucht der Film zu sehr sich selbst zu toppen und verrent sich dabei in die üblichen vorhersehbaren Storytwists. Das Resultat ist, dass man als Zuschauer schnell das Interesse verliert und dass Geschehen emotional passiv betrachtet. Trotzdem ist der Film kurzweilig genug geraten, um 20 Minuten zu unterhalten und nicht allzu negativ aufzufallen. Insofern darf man gespannt sein welche Projekte der junge Regisseur in Zukunft in Angriff nimmt.











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