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SCORPION KING: AUFSTIEG EINES KRIEGERS (USA 2008)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. THE SCORPION KING 2: RISE OF A WARRIOR
Laufzeit in Minuten. 98

Regie. RUSSEL MULCAHY
Drehbuch. RANDALL MCCORMICK
Musik. KLAUS BADELT
Kamera. GLYNN SPEECKAERT
Schnitt. JOHN GILBERT
Darsteller. MICHAEL COPON . RANDY COUTURE . KAREN SHENAZ DAVID . SIMON QUARTERMAN u.a.

Review Datum. 2008-08-30
Kinostart Deutschland. direct-to-video

Oh Russel! Kurzzeitig gab's mit RESIDENT EVIL: EXTINCTION endlich mal wieder Kino-Aufwind und gleich darauf furzt dich Universal mit SCORPION KING: AUFSTIEG EINES KRIEGERS - einem Prequel von einem Spin-Off von einem Sequel von einem Remake (!) - zurück in die Videothek. Obwohl…immer noch besser als dein ganzer TV-Mampf davor und das Budget scheint für DTV-Verhältnisse recht hoch gewesen zu sein, denn muffige Ostblock-Szenarien finden sich hier nicht, im wunderschönen Kapstadt wurde gedreht, die Ausstattung kann sich sehen lassen und auf der Tonspur greift immerhin Hans Zimmer-Klon Klaus Badelt in die Tasten.

Doch Drehort, Ausstattung und Badelt waren offenbar so teuer, dass kein Geld mehr für die Besetzung blieb. Wer immer auf die Idee kam no-name/no-face Michael Copon als jungen The Rock zu casten sollte mit mindestens einem Jahr Zimmer-Badelt auf Dauerrotation bestraft werden. Farblos und frei von jeglichem Talent grummelt sich das Jüngelchen durch den Film, kaum zu glauben, dass aus diesem Hänfling später einmal unser allseits geschätzter, super-charismatischer The Rock werden wird! Das gibt ein Minus in der Dicke von Rocks Oberarm!

Ein Minus in der Dicke von meinem Oberarm, also ein dünnes, zartes kriegt das Drehbuch. Hierfür wurde SPEED 2 - CRUISE CONTROL-Autor Randall McCormick wieder aus der Versenkung geholt. Der Mann liefert im Wesentlichen einen Neuaufguss des Vorgängers, dafür gibt's sicherlich kein kostenloses Fitness-Training mit The Rock, im Vergleich mit dem neulich gestarteten, inhaltlich komplett leergefegten dritten Teil der "Mutter-Serie" geht das - bis auf den vereinzelt eingesetzten Erzähler aus dem Off - aber schon okay. Man freut sich ja mittlerweile, wenn überhaupt irgendwas Brauchbares vorhanden ist. Und das trifft auch auf die Effektarbeit zu. Die CGIs sind ranzig wie eh und eh (offenbar ein Trademark der gesamten Franchise), aber in der Unterwelt-Episode gibt's augenscheinlich richtige, liebevoll gestaltete Handarbeit zu bewundern, was den Geek in mir freut. Gefreut hat sich wohl auch Mulcahy, denn SCORPION KING 2 sieht etwas besser aus als RESIDENT EVIL: EXTINCTION und ist effizienter inszeniert. Wäre schön, wenn Mulcahy bald mal wieder eine Chance auf Größeres kriegt, für ein Prequel von einem Spin-Off von einem Sequel von einem Remake ist das alles mehr als ordentlich und hätte mit Sicherheit auch ins laue Sommerkinoprogramm gepasst.











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