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MASTERS OF HORROR: WE ALL SCREAM FOR ICE CREAM (USA 2007)

von Hasko Baumann

Original Titel. MASTERS OF HORROR: WE ALL SCREAM FOR ICE CREAM
Laufzeit in Minuten. 58

Regie. TOM HOLLAND
Drehbuch. DAVID J. SCHOW
Musik. PETER BERNSTEIN
Kamera. nicht bekannt
Schnitt. PATRICK MCMAHON
Darsteller. WILLIAM FORSYTHE . COLIN CUNNINGHAM . QUINN LORD . SEAN CONNOR ROCHE u.a.

Review Datum. 2007-06-23
Kinostart Deutschland. direct-to-video

Na endlich: Nach all den Episoden, in denen sich sogenannte "Altmeister" auf ihre dicken Ärsche setzten und Geld zählten, darf nun auch mal jemand ran, der einst als immer interessanter Genreregisseur ebensolche Arbeiten ablieferte: Tom Holland. Und der hat seine Karriere aus vielerlei Gründen nach THINNER am Boden finden müssen. Mit WE ALL SCREAM FOR ICE CREAM aber darf er zeigen, warum er seither so gefehlt hat.

Es ist die Verfilmung einer Kurzgeschichte von John Farris, und das mag man kaum glauben, denn alles an dieser Story schreit: "Stephen King!!!" Eine Gruppe von Freunden, die in Kindertagen immer miteinander abhing und nun, Jahrzehnte später, sich im Heimatkaff wieder zusammenfindet, weil ein gemeinsames Trauma in Form eines Monstrums zurückgekehrt ist. Ein Behinderter, den man ärgerte; ein asozialer Rowdy, der immer noch asozial ist; die Bedrohung der Familieneinheit und ein Protagonist, der sich der Bestie stellt. Das ist alles so King, wie es nur King sein kann. Um so überraschender, daß sich Tom Holland dieser Herausforderung stellt, war doch eine King-Verfilmung der Nagel zu seinem Sarg.

Die Bestie, das ist ein zombifizierter Eismann, und für eben jenen konnte der großartige William Forsythe gewonnen werden, der sowohl als geistig zurückgebliebener Clown wie als alptraumhafte Ätzfresse alle Register zieht. Er bildet das Zentrum einer rundum gelungenen, stimmungsvollen und spannenden Folge der MASTERS, die mit knackigen Dialogen und Konflikten die Spannung vorantreibt und nicht mit Gore-Exzessen. Die altmodisch morphenden zerlaufenden Gesichter der Eismannopfer machen jedenfalls nicht viel her: Die Bundeslade bleibt zu.

Großer Sieger ist Tom Holland, der stilsicher und mit guten Einfällen inszeniert und der Serie zeigt, wie die mainstreamige Seite der Medaille aussieht und aussehen kann. Hervorragend.











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