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HOLLOW MAN 2 (USA 2006)

von Hasko Baumann

Original Titel. HOLLOW MAN 2
Laufzeit in Minuten. 91

Regie. CLAUDIO FÄH
Drehbuch. JOEL SOISSON . GARY SCOTT THOMPSON . ANDREW W. MARLOWE
Musik. MARCUS TRUMPP
Kamera. PETER WUNSTORF
Schnitt. NATHAN EASTERLING
Darsteller. CHRISTIAN SLATER . PETER FACINELLI . LAURA REGAN . DAVID MCILWRAITH u.a.

Review Datum. 2006-09-20
Kinostart Deutschland. direct-to-video

Mit einer Fortsetzung zu Paul Verhoevens HOLLOW MAN war eigentlich nicht zu rechnen. Die Kasse war mittelprächtig, und künstlerisch war der Thriller um Kevin Bacon als Unsichtbarem auch nicht gerade auf Verhoevens Niveau. Das gute Abschneiden auf dem Zweitverwertungsmarkt hat aber dazu geführt, daß eben dieser nun mit einem zweiten Teil direkt abgeschöpft wird.

Auch nicht zu rechnen war mit dem Anfang von HOLLOW MAN 2. Der ist nämlich gut, richtig gut. Im Gegensatz zu Teil 1, der das sukzessive Verschwinden seiner Hauptfigur verfolgte, ist der titelgebende "hohle Mann" dieses Mal von Anfang an unsichtbar. Und er hat Spaß an seinem Zustand, nutzt die Blindheit einer Partygesellschaft wie ein böser kleiner Junge, bis der Spaß ernst wird und er einen brutalen Mord begeht.

Was Paul Verhoeven an dem eigentlich für seine Verhältnisse vergleichsweise unaufregenden Stoff HOLLOW MAN interessierte, war klar: Daß Kevin Bacon seine neue Gabe ausnutzte, um seine niedersten männlichen Triebe zu befriedigen, vom heimlichen Busengrabschen bis zur rücksichtslosen Vergewaltigung. In HOLLOW MAN 2 liegt der Reiz daran begründet, daß der Zuschauer lange nicht weiß, wer der Unsichtbare ist, wie er aussieht und was seine Ziele sind - nur, daß er eine Bedrohung darstellt und seinen Verfolgen immer einen Schritt voraus ist.

Eine Weile ist das durchaus spannend, aber dann knickt der Film unter seinen Daily Soap-Konflikten und seinen tatsächlich recht hohlen Protagonisten weg. HOLLOW MAN gibt sich überraschend blutrünstig, hat aber kaum Höhepunkte und sieht sein Budget von den Effekten stark überfordert.

Für das ganz anspruchslose Katerfrühstück annehmbar, aber insgesamt eine ziemlich durchsichtige Angelegenheit. Wer sich auf Christian Slater freut, muß sehr lange warten... und kriegt gemeinhin nicht viel von ihm zu sehen.











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