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FINAL DESTINATION 3 (USA 2006)

von Björn Eichstädt

Original Titel. FINAL DESTINATION 3
Laufzeit in Minuten. 92

Regie. JAMES WONG
Drehbuch. GLEN MORGAN . JAMES WONG
Musik. SHIRLEY WALKER
Kamera. ROBERT MCLACHLAN
Schnitt. CHRIS G. WILLINGHAM
Darsteller. MARY ELIZABETH WINSTEAD . RYAN MERRIMAN . TEXAS BATTLE . ALEXZ JOHNSON u.a.

Review Datum. 2006-03-20
Kinostart Deutschland. 2006-04-13

Das mit Sequels ist ja immer so eine Sache, vor allem dann, wenn diese dem gleichen Prinzip folgen wie die Vorgängerfilme. Denn meist feiern die Nachfolger nur den Erfolg des Erstlings ab, ohne dass sie neue Impulse setzen können. Doch manchmel geschehen noch Zeichen und Wunder und der x-te Teil wird auf einmal zum absoluten und unumstrittenen Höhepunkt einer Serie. Dass das ausgerechnet bei FINAL DESTINATION 3 der Fall sein würde, hätte wohl niemand erwartet, doch es ist eine nicht zu leugnende Tatsache.

Die Geschichte ist schon aus den ersten beiden Teilen bekannt: Der Tod, der eine Gruppe ereilen wird - in diesem Fall eine jugendliche Clique von Achterbahnfahrern -, manifestiert sich in einer Vision eines der Mitglieder. Daraufhin springen einige von der gemeinsamen Unternehmung ab, die anderen ereilt ganz unmittelbar der Sensemann. Doch auch die Überlebenden sind fortan nicht mehr sicher. Denn dem Tod springt keiner von der Schippe. Und so stirbt einer nach dem anderen einen grafisch mehr als unappetitlichen Tod.

Dass sich FINAL DESTINATION 3 so klar über die ersten beiden Teile erhebt hat mehrere Ursachen. Vor allem die Art Spannung zu erzeugen, den Überraschungseffekt immer exakt an der Stelle zu platzieren, an dem ihn kein Zuschauer mehr erwartet hätte, das ist die große Kunst des Films. Verzögerung und Vorziehen sind die kleinen Kunstgriffe mit großem Effekt. Tatsächlich kommt man sich manchmal von den Machern übers Ohr gehauen, veralbert, für dumm verkauft vor. Denn ein jeder Tod wird minutiös vorbereitet: Man weiß genau, dass die Falle in den nächsten Minuten zuschlagen wird, man ahnt, dass schon wieder eine böse Kettenreaktion das nächste Opfer mit sich bringt. Und doch erschrickt man jedesmal zu Tode, wenn es dann wirklich passiert. Und im Hintergrund sieht man sich Regisseur und Drehbuchautor ins Fäustchen lachen: Schon wieder reingelegt.

Ein weiterer herausragender Aspekt ist der subtile Humor von FINAL DESTINATION 3. Augenzwinkern auf wirklich intelligentem Niveau hat man im amerikanischen Teenie-Slasher in dieser Form schon lange nicht mehr gesehen. Allein der Einsatz der Musik ist einfach unglaublich. So sterben die ersten Opfer, die dem Achterbahnunglück entkommen konnten auf der Sonnenbank - aus ihren Kopfhörern schallt Love Rollercoaster von den Ohio Players. Oder der Song Turn around, look at me der eine vermeintlich Verfolgungsjagd mit seiner Anfangszeile There is someone walking behind you... untermalt - und dann passiert zunächst einmal gar nichts. Auch die wirklich intelligenten Dialoge unterstützen den Humor und die gesamte Stimmung des Films. Und zuletzt ist auch noch die Kameraarbeit einfach nur großartig und erinnert teilweise an die besten Momente eines Brian de Palma.

Gegen Ende des Films hat man schon resigniert die Ressentiments gestreckt. Denn obwohl man sich vorgenommen hatte, den Film zu hassen, ist man sich am Ende sicher, einen großen Vertreter des Genres gesehen zu haben, der vor Ekeleffekten, guten Lachern und eindrucksvoller Optik nur so strotzt. FINAL DESTINATION 3 ist ganz eindeutig ein toller Film geworden. Auf Teil vier kann man sich eigentlich nur freuen.











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