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CHAOS (USA 2006)

von Hasko Baumann

Original Titel. CHAOS
Laufzeit in Minuten. 101

Regie. TONY GIGLIO
Drehbuch. TONY GIGLIO
Musik. TREVOR JONES
Kamera. RICHARD GREATREX
Schnitt. SEAN BARTON
Darsteller. RYAN PHILLIPPE . JASON STATHAM . WESLEY SNIPES . HENRY CZERNY u.a.

Review Datum. 2006-06-13
Kinostart Deutschland. direct-to-video

CHAOS fängt genau richtig an: Ein Auto knallt auf einer nächtlichen Brücke durch einen Campingwagen und überschlägt sich fein. Böser Mann und gute Frau verlassen das Wrack, sie ist seine Geisel, es fällt ein Schuß - Cop Jason Statham hat abgedrückt. Die Geisel ist tot, Statham suspendiert, die Credits laufen.

Nicht lockerlassen, hat sich Regisseur und Autor Giglio gedacht. Wesley Snipes tritt auf und nimmt mit viel Remmidemmi eine komplette Bank ein. Das Haus wird umstellt, doch Snipes will keine Geschlechtsumwandlung für seinen Kumpel - er will überhaupt nicht verhandeln, und wenn, dann nur mit Statham. Der reaktivierte Muffelkopp bekommt einen jungen Partner (Ryan Phillippe) an die Seite gestellt und muß sich von Snipes reichlich kryptisches Zeug durchs Telefon anhören.

Da kracht es auch schon wieder - im allgemeinen Gewühl machen sich Snipes und seine Helfer aus dem Staub. Nanu, die haben ja gar nichts geklaut? Zeit für Statham und Phillippe, der Sache genauer auf den Grund zu gehen, und auf dem Grund finden sich mal wieder korrupte Cops, ausgeklügelte Gaunerpläne und der ganz große Twist.

Hier und da wird die gut gedrehte Ermittlungsarbeit mit der einen oder anderen Knallerei und Explosion aufgemischt, aber so recht will der Kronkorken nicht von der Molle springen. CHAOS erweist sich nämlich nur allzu schnell als recht unaufgeregter Krimi ohne augenfällige Reize. Seinen großmäuligen Titel verdient er sich durch mehr als aufgesetzte Verweise auf die liebgewonnene Chaostheorie. Die finale Plotkurve schielt in Richtung Keyser Soze und will aufgrund der mittlerweile empfundenen Langeweile nicht mehr einer genaueren Prüfung unterzogen werden.

Die attraktive Besetzungsliste und ein durchaus ansprechendes Produktionsvolumen hätten einen ebensolchen Film entstehen lassen könne, aber Giglios Buch ist einfach zu öde. Dementsprechend spult auch der wenig wandlungsfähige Statham sein stocksteifes Programm ab (was für ein Akzent soll das dieses Mal eigentlich sein?), während Wesley Snipes zwar bester Laune ist, aber sich auch in einem komplett anderen Film zu befinden scheint. Als Sieger geht Ryan Phillippe aus der Nummer hervor, dem Mann ist noch einiges zuzutrauen, wenn er sich irgendwann wieder aus dem Schatten seiner Frau zu lösen weiß.











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