AFTER DARK Film TALK Facebook Twitter

das manifest¬  kontakt¬  impressum¬  verweise¬  übersicht¬ 
[   MEINUNGSMACHER  |   GEDRUCKTES IST TOT  |   KAPITELWAHL  |   UNENDLICHE TIEFEN
   MENSCHEN  |   GESPRÄCHE  |   FEGEFEUER DER EITELKEITEN  |   MIT BESTEN EMPFEHLUNGEN   ]
MEINUNGSMACHER

THE CAVE (USA 2005)

von Hasko Baumann

Original Titel. THE CAVE
Laufzeit in Minuten. 97

Regie. BRUCE HUNT
Drehbuch. MICHAEL STEINBERG . TIGAN WEST
Musik. REINHOLD HEIL . JOHNNY KLIMEK
Kamera. ROSS EMERY
Schnitt. BRIAN BERDAN
Darsteller. COLE HAUSER . EDDIE CIBRIAN . MORRIS CHESTNUT . LENA HEADY u.a.

Review Datum. 2006-06-03
Kinostart Deutschland. direct-to-video

Man kennt das von McDonald's: Immer wieder geht man hin und bestellt seinen, sagen wir mal, Hamburger Royal mit Käse, und obwohl es immer dasgleiche ist, ist es doch jedes Mal etwas anders - mal frischer, mal schlapper, mal ist man zufrieden, mal wird einem nur schlecht, und doch wird man immer wieder hingehen, bis man mal einen Royal bekommt, der so gut und frisch und lecker ist, daß man sich endlich wieder daran erinnert, warum man eigentlich ursprünglich einmal damit anfing.

So ist es auch mit Filmen wie THE CAVE. Diese Art von Horror (Spezialteam auf Erkundungstrip trifft auf fiese Monstren) hat man schon tausendmal gesehen, mal besser, mal schlechter; die Zutaten sind immer gleich, und mal ist es fade und mal ist es würzig, und ganz selten ist es richtig lecker.

THE CAVE, in dem ein Haufen Tauchspezialisten eine Gruppe unterirdischer Höhlen - teils geflutet - zu erforschen hat, schmeckt gar nicht schlecht. Der Film hat eine allzu flotte Exposition, aber dafür kommt er auch schnell zur Sache: Als diese Gruppe von Männern und Frauen erkennen muß, daß der Rückweg abgeschnitten ist, baut der Film zunehmend eine klaustrophobische Spannung auf, und die Konfrontationen mit den in der Unterwelt hausenden blutrünstigen Monstren fallen recht knallig aus. Immer tiefer gerät das zunehmend dezimierte Team in das Gewölbe und sieht sich auch noch der Tierwerdung eines ihrer Mitglieder ausgesetzt.

Eine etwas ausgefeiltere Charakterzeichung wäre der Spannung förderlich gewesen, die Konflikte liegen im unteren Bereich des Niveaus eines durchschnittlichen Katastrophenfilms. Da kann auch die durchaus ansprechende Besetzung nicht viel ändern. Es ist ausgerechnet Piper Perabo, die mal wieder punktet und sich so langsam von ihrem COYOTE UGLY-Stigma freizustrampeln versteht. Ihr gehört auch die mit Abstand aufregendste Sequenz des Films, eine packende Szene weit über dem Höhlenabgrund, in der sie verzweifelt ihr Leben, das eh nur noch an einem Seil hängt, gegen die fiesen Unterweltmonstren verteidigt.

Der "na, da machen wir vielleicht mal ne Fortsetzung"-Epilog ist ebenso dämlich wie die Erklärung der Existenz der Höhlenwesen, aber bis dahin hat man einen flotten, größtenteils gut gemachten und sogar mitunter recht spannenden Genreknaller gesehen.

Dieser Burger ist ganz lecker, aber es muß noch besser gehen, so nahrhaft wie THE DESCENT etwa, aber eben noch besser... man wird noch viele Burger essen. Mit Freuden.











AFTER DARK Film TALK | Facebook | Twitter :: Datenschutzerklärung | Impressum :: version 1.11 »»» © 2004-2018 a.s.