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KAPITELWAHL

TRANSIT (USA 2012)

von Hasko Baumann

Original Titel. TRANSIT
Laufzeit in Minuten. 84

Regie. ANTONIO NEGRET
Drehbuch. MICHAEL GILVARY
Musik. CHRISTOPHER WESTLAKE
Kamera. YARON LEVY
Schnitt. WILLIAM YEH
Darsteller. JIM CAVIEZEL . JAMES FRAIN . DIORA BAIRD . ELISABETH RÖHM u.a.

Review Datum. 2012-06-19
Erscheinungsdatum. 2012-06-07
Vertrieb. STUDIO CANAL

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
So muß ein knackiger Genrefilm aussehen: Simple Ausgangssituation, klar gesteckte Parameter und dann Fuß aufs Gas. Ein Gangsterquartett mit Millionenbeute aus einem Raubüberfall im Gepäck auf der einen Seite, eine vierköpfige Familie auf dem Weg in den Ferien auf der anderen. Die Verbrecherbande muß die Kohle loswerden, um unbeschadet die Polizeisperren zu überstehen und stopft sie daher ins Auto der ahnungslosen Urlauber. Die Gang, angeführt vom gekonnt fiesen Charismatiker James Frain, hat sich eh schon ständig in den Haaren, und die Familie muß sich nach dem Gefängnisaufenthalt von Papa erst einmal wieder zusammenraufen. James Caviezel spielt das Familienoberhaupt so edgy, daß man sich bis zum Schluß nicht so ganz sicher sein kann, ob er nicht doch was mit der Sache zu tun hat. Seine Frau (Elisabeth Röhm) traut ihm jedenfalls immer noch alles zu.

Louisiana, heiß, verschwitzt, grüne Sümpfe, leere Freeways. Die perfekte Kulisse. So ein Reisser will schnörkellos und straight inszeniert sein, und zu Anfang stimmen die hektischen Spielereien von Regisseur Antonio Negret noch etwas mißtrauisch. Das Gehampel ist überflüssig, die auffälligen visuellen Anstrengungen auch - man kann schon eine Kamera an der Autotür befestigen, mach ich auch gern; aber man sollte sie dann innen anbringen, wo es auch etwas zu sehen gibt, und nicht außen, da ist nämlich nichts los. Zum Glück verabschiedet sich Negret bald von all dem überflüssigen Ballast und bringt TRANSIT voll auf Spur. Die Action bei einer solch fiebrigen Hatz muß sitzen, und Negret pitcht seinen Car Chase-Beat bis zum Siedepunkt, bis er ihn wie ein guter DJ in der Bassdröhnung entlädt und James Frain nur noch ein kurzes "Oh, fuck" entweicht, bevor er sein Auto zum fliegenden Feuerball crasht. Wow.

TRANSIT ist nur auf eins aus, auf spannende Hetzjagd und brutale Konfrontation, und beides liefert er in wunderbar schlanken 84 Minuten so saftig wie ein gutes Steak. Wenn das die Marschrichtung für die Actionabteilung der "After Dark"-Films sein soll, dann bitte gern mehr davon; so nämlich sah das heute so vielgepriesene Drive In-Genrekino der 70er aus, und eben nicht wie die alberne Grindhousisierung irgendwelcher Möchtegerns mit Fan-T-Shirts. Ach ja, in der wunderbaren Welt des Web ist schon Gemuffel von unterfickten Usern zu lesen, "echte" Verbrecher würden noch niemals so handeln. Ja gut, aber andererseits dachte ich auch, daß "echte" Menschen nicht derart bescheuerte Maßstäbe anlegen würden. TRANSIT rockt, and that's that.

DVD.
Bild und Ton sind super. Die Synchro ist erstaunlich akzeptabel geworden. Als Extra gibt's den knackigen Trailer.








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