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KAPITELWAHL

WALLED IN (USA/Frankreich/Kanada 2009)

von Stefan Mader

Original Titel. WALLED IN
Laufzeit in Minuten. 88

Regie. GILLES PAQUET-BRENNER
Drehbuch. SERGE BRUSSOLO . RODOLPHE TISSOT . OLIVIER VOLPI
Musik. GREGORY BIRIBAUER
Kamera. KARIM HUSSAIN
Schnitt. JACKIE DZUBA
Darsteller. MISCHA BARTON . CAMERON BRIGHT . DEBORAH KARA UNGER . NOAM JENKINS u.a.

Review Datum. 2009-06-13
Erscheinungsdatum. 2009-05-08
Vertrieb. SUNFILM

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DTS/DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Horror ohne perverse Hinterwäldler oder folternde Menschenhändler (die Adjektive sind hier frei vertauschbar) – mal ganz was Neues. Das meine ich so, ehrlich. Nach dem Overkill an diversen Grudges und Ringen, die uns die J-Horror-Remakewelle vor ein paar Jahren beschert hat, war's ja eine Weile ziemlich Essig mit Übernatürlichem und/oder einfach Spannendem im Genrefilm. Nun wird mit WALLED IN ein Film veröffentlicht, der die Tür in diese Richtung wieder ein Stück weit aufstößt.

In WALLED IN sehen wir Mischa Barton in der Rolle der jungen Bauingenieurin Samantha Walczak, deren erster Job nach Beendigung des Studiums es ist, im Auftrag des väterlichen Abrissunternehmens einen Gebäudekomplex für die Sprengung vorzubereiten. Selbstredend handelt es sich dabei nicht um irgendeine windschiefe Hütte, sondern um ein Gebäude mit Geschichte – vom genialen Architekturextrentriker Malestrazza als dessen opus magnum entworfen, erlangte das Gebäude durch eine Poe-eske Mordserie schaurige Berühmtheit. Letzteres erfährt Samantha jedoch erst während ihres Aufenthalts im Haus. Vor allem Jimmy (Bright), Sohn der merkwürdig distanzierten Hausmeisterin Mary (Unger), ist es, der Samantha nach und nach in die Legenden rund um das bizarre Gebäude einweiht. Umso beunruhigter ist die junge Ingenieurin, als sie unerklärliche Beobachtungen macht...

Der auf dem Roman Les Emmurés des Franzosen Serge Brussolo basiernde Film schafft es, praktisch gleich von Beginn an eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Irritiert bereits die Anwesenheit der letzten Mieter im Abbruchhaus dezent, so wird dieses Gefühl durch die befremdlichen Eigenheiten der Bewohner (die, mit Ausnahme des Teenagers Jimmy, die Mordserie allesamt miterlebt haben) noch verstärkt. Wenn dann auch noch die übernatürlichen Phänomene dazukommen, spürt man auch als Zuseher ein angenehmes Kribbeln im Nacken. Leider wird dieses Setting in der zweiten Hälfte durch eine recht profane Auflösung ausgehebelt und aus einem Film mit in der Tat gruseligen Anwandlungen wird letztlich "nur" ein spannender Thriller. Doppelt schade ist das im Finale, das der Film nämlich gründlich verkackt – sowohl inhaltlich, als auch die bis dorthin weitgehend passablen schauspielerischen Leistungen betreffend.
Dennoch: WALLED IN bietet willkommene Abwechslung zum derzeitigen Horror-Einheitsbrei und geht trotz des vergeigten Endes als brauchbarer Film durch.

DVD.
Der tendenzielle Blau- bzw. Gelbstich des Bildes gehört wohl zum Konzept des Filmes und ist der DVD somit nicht vorzuwerfen. Ansonsten herrscht in Hinblick auf Bild und Ton eitel Wonne. Als Extras gibt es Original- und deutschen Trailer, ein knapp viertelstündiges Making Of und die obligatorischen Programmhinweise.








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