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KAPITELWAHL

WILDFLOWER (USA 1999)

von Hasko Baumann

Original Titel. WILDFLOWER
Laufzeit in Minuten. 92

Regie. DAVID MICHAEL LATT
Drehbuch. ANGEL ORONA
Musik. WILLIAM RICHTER
Kamera. BYRON WERNER
Schnitt. DAVID MICHAEL LATT
Darsteller. C.C. COSTIGAN . KIM LITTLE . CHRIS HOFFMAN . DEAN STAPLETON u.a.

Review Datum. 2007-03-17
Erscheinungsdatum. 2007-01-16
Vertrieb. CINE PLUS

Bildformat. 1.33:1
Tonformat. DEUTSCH (DTS/DD 5.1/DD 2.0)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Sie sind selten geworden, diese schmierigen kleinen "Erotikthriller" aus den USA, aber ab und zu schmuddelt sich dann doch noch mal einer ins Videothekenregal. WILDFLOWER hat allerdings schon knapp acht Jahre auf dem Buckel und beginnt mit einer Pointe, die schon knapp achthundert Jahre auf dem Buckel hat: Ein alter Industrieller gibt beim Knattern mit einer wilden Prostituierten den goldenen Löffel ab, weil das Luder ihm die Herzpillen verweigert. Wo ein goldener Löffel abgegeben wird, gibt's auch Kohle zu erben, folglich finden sich die hinterbliebenen Geschwister zwecks Testamentsverkündung zusammen. Bruder 1: Skrupelloses Arschloch, der mit Sex vor allem Gewalt verbindet und seiner Sekretärin Sätze wie "Man muß den Schmerz geil finden" zuraunt, während er sie von hinten bumst und die Gattin auf Leitung 1 anruft. Bruder 2: Flachzange, total verschuldet und versoffen, dank seiner neuen Freundin (mit riesigen, gigantischen Brustwarzen beschlagen) vorübergehend trocken. Schwester: Desinteressiert und dementsprechend uninteressant.

Bruder 1 + Frau, Bruder 2 + Riesenwarzen, Schwester und eine unterwegs aufgelesene sexgeile Anhalterin schließen sich in einem Haus im Wald ein, um sich miteinander über das Erbe auseinanderzusetzen. Die Anhalterin will vor allem die Weiber ins Bett zerren, und als ihr das bei Riesenwarze gelingt und sich ein Dreier mit Bruder 2 anbahnt, kommt es zum besten Moment des Films: Bruder 2 beendet die geile Sause nach kurzem Gefummel mit den Worten "Ich brauche Zeit für mich." Dann knallt er sich ne Flasche Rotwein rein und guckt zu! Die Pfeife hat das Erbe schon mal nicht verdient. Bruder 1 versucht, seine Gattin zu vergewaltigen und fällt daher als Sympathieträger auch aus. Bleibt noch Schwesterherz, die etwas mehr in der Hirse hat als die Linksträger in der Familie. Wer sich rechtzeitig auf ihre Seite schlägt, kommt vielleicht an die Kohle ran und nicht nur an die blaue Bohne im Kopf!

Miese Kamera, miese Video-Optik, dazu halbwegs ansprechender, aber vollkommen zahmer Sex mit falschen Brüsten und ein paar Storywendungen aus dem Vorabendprogramm: WILDFLOWER kommt nicht wirklich über die Runden und brennt einem auch nicht gerade ein Loch in die Hose. Mit einem Abspann in Zeitlupe stolpert der Film über die magische 90 Minuten-Marke und darf sich im Nachtprogramm von Kabel 1 mal wieder blicken lassen.

DVD.
Besonders in Szenen, in denen die Farbe Rot vorherrscht, ist die Bildqualität unter aller Sau. Das liegt teilweise auch am miserablen Grundmaterial. Geboten wir der deutsche Ton in drei Varianten, aber nicht einmal der Originalton. Die erträgliche Synchro übersetzt "hot" gottlob noch mit "geil" und nicht, wie von Fernsehübersetzungen von Sexfilmen gewohnt, mit "Oh, das ist wunderschön" oder "Wundervoll". Wer redet auch so superbieder beim Sex? Mich gruselt! Als Extras eine Bildergalerie mit Riesenwarzen und zwei Trailer, einer vom Hauptfilm - schnelle Schnitte suggerieren gar nicht mal doof sowas wie Ereignisreichtum - und einer ähnlich stullen Sexgurke. Produktionsnotizen heißt jetzt: Filmografien zweier Darstellerinnen. Aber mehr braucht's auch nicht!








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